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Weltcup-Abfahrt: Regina Häusl erneut geschlagen

"Ein zweiter Platz ist immer gut"

Innsbruck - Sie bleibt die "ewige Zweite", aber dem größten Erfolg ihrer Karriere kommt Regina Häusl immer näher. Zwar war es der 26-Jährigen bei der Abfahrt am Patscherkofel in Innsbruck einmal mehr nicht vergönnt, ihren zweiten Weltcup-Sieg nach 1993 zu feiern. Doch mit dem mitterweile fünften (!) zweiten Rang in diesem Winter baute Häusl die Führung im der Abfahrtswertung weiter aus.

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Zu früh gejubelt: Für Regina Häusl
blieb wieder nur der zweite Platz.

Nur zwei Rennen stehen noch aus, mit 36 Punkten vor Isolde Kostner (Italien) greift die Polizeimeisterin nun nach der "kleinen Kristallkugel".

"Auch mit zweiten Plätzen kann man ja den Abfahrtsweltcup gewinnen", sagte Regina Häusl lächelnd. Über die erneute "Niederlage" wollte sie sich erneut nicht ärgern: "Man muss es so nehmen, wie es kommt. Ein zweiter Platz ist immer gut." Zumal Isolde Isolde nur Rang vier (1:34,31) belegte. Spielverderberin für Häusl (1:34,17) war die Österreicherin Renate Götschl (1:33,72), die zugleich ihre Führung im Gesamtweltcup vor Teamkollegin Michaela Dorfmeister (in 1:34,22 auf Rang drei) auf 96 Punkte vergrößerte - und im Abfahrtsweltcup auf 64 Punkte an Häusl herankam.

Eine Viertelstunde auf den Sieg gehofft

Immerhin eine knappe Viertelstunde durfte sich Häusl große Hoffnungen auf ihren zweiten Weltcup-Sieg machen. Mit einem Urschrei riss sie im Ziel der Olympiapiste von 1976 die Arme in die Höhe: die favorisierte Isolde Kostner war unmittelbar vor ihr gestartet, nun leuchtete endlich einmal hinter ihrem eigenen Namen die "Eins" auf der Anzeigetafel auf. Danach war Michaela Dorfmeister zwar bei den Zwischenzeiten schneller, im Ziel aber doch zu langsam. Erst Renate Götschl hielt ihren Vorspung bis zum Schluss. "Die Piste ist immer schneller geworden", konstatierte Häusl ohne Bitterkeit.

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Schnellste in Innsbruck: Renate Goetschl.

"Sie ist reifer geworden"

Fünfmal Zweite, einmal Dritte, schon 450.000 Mark Preisgeld und Prämien eingefahren - Regina Häusl fährt nach neun Jahren im Weltcup die Saison ihres Lebens. "Sie ist reifer geworden, und der erste Sieg wird ihr bestimmt schon bald gelingen", sagte Ex-Teamkollegin Katja Seizinger bereits vor einer Woche im schwedischen Are, als Häusl mit Rang zwei - hinter Renate Götschl - erstmals das "rote Trikot" der Führenden im Weltcup übernommen hatte. Und wie in Are von Seizinger prophezeiht, hielt Häusl in Innsbruck dem Druck stand.

Schrecksekunde nach dem Sturz von Petra Haltmayr

"Am Start war ich schon nervös", gab Häusl zu, "aber dann ist mir ein Stein vom Herzen gefallen, dass ich wenigstens Isolde Kostner schon mal geschlagen hatte." Nach den zwei Abfahrten in Lenzerheide (4. März) und beim Weltcup-Finale in Bormio (15. bis 19. März) könnte sie nun in den Fußstapfen von Katja Seizinger stehen: Die dreimalige Olympiasiegerin hatte den Abfahrtsweltcup viermal gewonnen.

Eine kleine Schrecksekunde musste das deutsche Team gleich zu Beginn des Rennens überstehen. Petra Haltmayr (Rettenberg), nach dem Ausfall von Hilde Gerg (Beinbruch), Martina Ertl (Knieverletzung) und Sibylle Brauner (Haarriss im Schienbein) einzige deutsche Starterin neben Häusl, stürzte nach einer Minute Fahrzeit - konnte sich aber danach umgehend wieder aufrichten und blieb unverletzt. "Das hätte gerade noch gefehlt, dass uns noch eine ausfällt", sagte Chefcoach Maier mit einem Stöhnen.

Von Werner Staub, sid - Fotos: dpa, AP

Geändert am 25. Februar 2000 15:09 von sab
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