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Vorvertrag unterschrieben?: Jaguar lockt Frentzen

"Raubkatzen" bieten viele Millionen

Michael Schumacher testet seinen neuen Ferrari "F1 2000" wie ein Weltmeister, Heinz-Harald Frentzen sorgt einen Monat vor dem Start der Formel-1-WM 2000 in Melbourne für Aufregung bei seinem Jordan-Team. Der Mönchengladbacher soll seinen Arbeitgeber zum Jahresende verlassen und 2001 für Jaguar fahren. Das jedenfalls berichtet die Fachzeitung Motorsport aktuell und beruft sich dabei auf zuverlässige Quellen aus England.

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Im nächsten Jahr bei Jaguar?: Heinz-Harald
Frentzen sorgt bei Jordan für Unruhe

Frentzen, 1999 WM-Dritter und Aufsteiger des Jahres, soll bei Jaguar (bislang Stewart) bereits einen Vorvertrag für die Saison 2001 unterschrieben haben. Der 31 Jahre alte Deutsche soll dort Nachfolger des Engländers Johnny Herbert werden, der schon 1999 kurz vor der Entlassung gestanden hatte. Nur der Wechsel des bisherigen Stewart-Piloten Rubens Barrichello (Brasilien) zu Ferrari sicherte Herbert den Arbeitsplatz.

Intimfeind Irvine als möglicher Kollege

Bei Jaguar würde Frentzen Teamkollege seines "Intimfeindes" Eddie Irvine (Nordirland). Der Vize-Weltmeister wurde im Tausch mit Barrichello verpflichtet und soll in den kommenden drei Jahren rund 60 Millionen Mark verdienen. Für Frentzen würde Jaguar noch tiefer in die Tasche greifen: Angeblich sind die "Raubkatzen" bereit, dem Deutschen umgerechnet 50 Millionen Mark für einen Zweijahresvertrag zu bezahlen.

Derzeit keine Gespräche

"Wir würden uns irgendwann schon mal einen deutschen Fahrer wünschen", sagte Christoph Sieder, für die Pressearbeit von Jaguar-Chef Dr. Wolfgang Reitzle zuständig. Derzeit gäbe es jedoch keine Gespräche mit Frentzen oder anderen Fahrern, so Sieder: "Unser oberstes Ziel ist der sportliche Erfolg in dieser Saison, dafür haben wir zwei hervorragende Fahrer."

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Frentzen testet derzeit eifrig für die neue Saison.

Jordan verdoppelte Gage

Frentzen hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Jordan in der Konstrukteurs-Wertung den dritten Rang belegte - das bisher beste Resultat für den Rennstall. Nur die Topteams Ferrari und McLaren waren besser. Teamchef Eddie Jordan verlängerte frühzeitig den Vertrag mit dem Mönchengladbacher. Frentzens Gage wurde von drei auf geschätzt acht Millionen Mark mehr als verdoppelt.

Auf der Wunschliste ganz oben

Auf der Wunschliste von Jaguar-Chef Reitzle soll Frentzen schon für dieses Jahr ganz oben gestanden haben, doch Eddie Jordan löste rechtzeitig im Herbst 1999 die Option auf seinen Piloten ein. Der Mönchengladbacher war nach zwei erfolglosen Jahren bei Williams 1999 zu Jordan gewechselt.

Schumi: Keine Gedanken an neuen Arbeitgeber

Gedanken über einen neuen Arbeitgeber macht sich Superstar Michael Schumacher nicht. Der Kerpener, der bis 2002 bei Ferrari unter Vertrag steht und trotzdem alljährlich mit McLaren-Mercedes in Verbindung gebracht wird, will endlich seine Mission erfüllen, bevor er über eine "Luftveränderung" nachdenkt. Im fünften Anlauf will "Schumi" in diesem Jahr die erste Fahrer-Krone seit dem Südafrikaner Jody Scheckter 1979 nach Italien holen, für den Deutschen wäre es nach 1994 und 1995 (mit Benetton) der dritte WM-Titel.

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Die ersten Runden mit dem
neuen Auto: Michael Schumacher.

Am Mittwochabend startete Schumacher auf dem Firmengelände in Maranello die "Jungfernfahrt" mit dem neuen roten Renner "F1 2000" und damit offiziell das Unternehmen Weltmeisterschaft. Vier Runden fuhr er bei einbrechender Dunkelheit und sagte anschließend zufrieden: "Dieser Check war wichtig, bevor wir am Donnerstag mit den Testfahrten beginnen, es hat keine Probleme gegeben."

Der neue Ferrari war am Montag der Öffentlichkeit präsentiert worden und soll bis zum Saisonstart am 12. März in Melbourne in Maranello und Mugello ohne direkten Vergleich mit der Konkurrenz einem Härtetest unterzogen werden.

Von Ralf Loweg, sid - Fotos: AP, dpa

Geändert am 10. Februar 2000 15:52 von sab
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