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DEL, 37. Spieltag - Nach Sieg in Nürnberg:

Kölns Andreas Lupzig

"Haie sind die Top-Favoriten"

Die Prominenz ist sich einig: Der Weg zur deutschen Eishockey-Meisterschaft führt nur über die Kölner Haie. "Wer den Titel gewinnen will, der muss die Kölner rausschmeißen", sagte der ehemaligen Nationalspieler Erich Kühnhackl, "die Haie sind mit Abstand die stärkste Mannschaft."

Am 37. Spieltag der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) bestätigte der Spitzenreiter seine Ausnahmestellung und behauptete mit dem 3:2 (1:0, 1:0, 1:2) am Sonntag bei den Nürnberg Ice Tigers die souveräne Tabellenführung. Auch für den früheren Nationalspieler Franz Reindl, Sportdirektor beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB), ist "Köln die Topmannschaft der DEL. Das druckvolle und offensive Spiel sollte sich am Ende durchsetzen."

Dreikampf zwischen Köln, München und Berlin Capitals

Im Rennen um die Vorrunden-Meisterschaft bahnt sich ein Dreikampf zwischen Köln, den München Barons und den Berlin Capitals an, die nach der 4:5 (1:1, 2:1, 1:2)-Penaltyniederlage bei den Frankfurt Lions den Anschluss an das Spitzenduo etwas verloren. Frankfurt wahrte seine Chance auf Platz acht, dagegen erlitten die Starbulls Rosenheim, die bei DEL-Neuling Moskitos Essen mit 2:4 (1:2, 1:1, 0:1) verloren, einen Rückschlag im Kampf um die Teilnahme an der Playoff-Runde. Die Eisbären Berlin verteidigten mit dem glücklichen 4:3 (1:1, 1:2, 2:0) gegen die Augsburger Panther Platz acht und retteten vorerst den Arbeitsplatz des umstrittenen Trainers Peter John Lee.

Haie: Klasse auch ohne Kapitän Zarillo

DEL-Tabelle vom 37. Spieltag

Ohne den verletzten Kapitän Zarillo, der wegen eines Mittelfußbruches fünf Wochen ausfällt, stellten die Kölner Haie ihre Klasse unter Beweis und verpassten den Nürnbergern einen Dämpfer im Kampf um den achten Platz. Vor 4 200 Zuschauern im ausverkauften "Linde"-Eisstadion schossen Roy (9.) und Norris (28.) den siebenfachen Meister nach zwei Dritteln verdient in Führung. Reichels (45.) Anschlusstreffer ließ den Vizemeister wieder hoffen. Mit "Unterstützung" des neuen Nürnberger Verteidigers Malone, der den Puck samt Torwart ins eigene Tor schob, besiegelte Murray (46.) die Niederlage der Franken. Nürnbergs zweiter Treffer durch Craighead (47.) nützte den Ice Tigers nichts mehr.

Eisbären-Trainer Lee kann ruhig schlafen

Bei den Eisbären Berlin kann Trainer Lee zunächst wieder ruhig schlafen. Nach zuletzt nur vier Punkten aus sieben Spielen präsentierten sich die Hohenschönhausener erneut sehr verunsichert, schafften aber im Schlussdrittel mit einer starken kämpferischen Leistung durch die Tore von Chitaroni und Funk noch die Wende. Zuvor traf Bullard zweimal für Berlin. Wostrikoow (2) und Klimovich erzielten die Tore für Augsburg, das nach fünf Siegen in Folge die erste Niederlage kassierte.

Lions weiter im Verletzungs-Pech

Den Frankfurt Lions bleibt das Verletzungspech treu. Nach den Langzeitverletzten Palmer und Hantschke droht eine weiterer Ausfall. Gervais musste nach dem Bandencheck eines Berliners mit Verdacht auf Innenbandabriss im Knie im zweiten Drittel vom Eis. Vor der Partie hatte sich Lions-Keeper Reddick die Schulter ausgekugelt und musste durch Apel ersetzt werden. Nach den Toren von Gross, Hiller, Sjögren und Huusko führten die Capitals bis zur 48. Minute, bevor Ruff (55.) die Lions ins Penaltyschießen rettete. Wassilijew (2) und Charbonneau schossen Frankfurts restliche Tore. Frankfurts entscheidenden Penalty verwandelte Edgerton.

Adler Mannheim weiter heimstark

Adler Mannheim demonstrierte erneut seine Heimstärke und feierte mit einem mit dem 5:2 (1:0, 4:1, 0:1) gegen die seit vier Spielen sieglosen Krefeld Pinguine nach den Toren von Penney (2), Alston, Lefebvre und Savage am Samstag den 13. Heimsieg in Folge. "Die Mannschaft hat bisher zu selten am Limit gespielt, aber heute war dies ein guter Anfang, wie man im Playoff spielen muss. Das Team hat seine Defensivaufgaben ernst genommen", sagte Mannheims Manager Marcus Kuhl.

Gerd Münster, dpa

Geändert am 16. Januar 2000 20:40 von to
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