Neu im Kino: Filmstarts am 18. März
Everybody's Fine: De Niro als Vater auf Mission
Kirk Jones ("Eine zauberhafte Nanny") hat mit "Everybody's fine" eine Tragikomödie gedreht, die auf einem zwanzig Jahre alten Film des Oscar-Preisträgers Giuseppe Tornatore ("Cinema Paradiso") basiert. Den Titelsong "(I want to) come home" steuerte Paul McCartney bei. Der vierfache Vater und Witwer Frank (Robert De Niro) kann es nicht fassen, dass seine Kinder allesamt einen geplanten Wochenendtrip abgesagt haben und ihn nun doch nicht besuchen. Spontan beschließt er, sich auf die Reise zu machen und seinen Lieben nacheinander einen Besuch abzustatten, um zu erfahren, warum sie nicht gekommen sind. Dabei merkt er nicht nur, dass ihm seine Kinder fremd geworden sind, sondern auch, dass sie längst nicht so glücklich sind wie er dachte. Also setzt Frank alles daran, die Familie wieder zu vereinen und seinen vier Kindern zu helfen.
Das ganze Leben liegt vor dir: Groteske Komödie
Mit viel Fleiß hat Marta (Isabella Ragonese, "Golden Door") ihr Philosophie-Studium bravourös abgeschlossen. Aber die Suche nach einer angemessenen Arbeitsstelle erweist sich als äußerst schwierig. Deswegen willigt sie ein, als ihr Sonia (Micaela Ramazotti) einen Job in einem Call-Center vorschlägt. Die junge Sizilianerin ahnt nicht, auf was sie sich einlässt: Sie gerät in eine Tretmühle, in der einzig der Erfolg zählt. Schon morgens wird sie mit einer SMS aus dem Bett getrieben und darauf eingestimmt, immer schneller immer mehr zu arbeiten. Der Praxisschock sitzt tief, denn mit so einer Arbeitsphilosophie hat Marta nicht gerechnet. Paola Virzi ("Tempo di uccidere") hat Regie geführt bei einer Komödie, die auf komische und groteske Art ein erfolgsbesessenes Italien widerspiegelt, das mit sonnigem Urlaubsflair rein gar nichts mehr zu tun hat.
Die 4. Revolution: Doku über neue Energiequellen
Der Dokumentarfilm "Die 4. Revolution" will den Weg in ein Zeitalter weisen, in dem die Energieversorgung ausschließlich auf erneuerbare Quellen setzt. Der Regisseur Carl Fechner ("Die Reise der Königin Teje") zeigt in seinem neuen Film Projekte, die es möglich machen, auf klimaschädliche Energiequellen zu verzichten. Vier Jahre besuchte er dafür beispielhafte Vorbilder - Umweltschützer, afrikanische Mütter, Friedensnobelpreisträger und Politiker - auf der ganzen Welt. Seinen Film, der nicht nur zum Nachdenken anregen soll, sondern auch zum Handeln, sieht Fechner am Beginn von etwas Großem - der "4. Revolution".
Regisseur Paul Greengrass ("Das Bourne Ultimatum") hat mit "Green Zone" einen Kriegsthriller produziert, der das gleichnamige Enthüllungsbuch von Autor Rajiv Chandrasekaran in spannende Actionszenen umsetzt. Greengrass ist bekannt für nervenaufreibende Inszenierungen und Filme mit politischem Inhalt. Dieses Mal führt er den Zuschauer im Jahr 2003 in den Irak: Truppen der USA rücken vor, um die besetzten Gebiete unter Kontrolle zu halten. Mit von der Partie ist auch Armee-Offizier Roy Miller (Matt Damon), der mit seinem Team nach Massenvernichtungswaffen sucht. Doch bald finden der Offizier und seine Männer heraus, dass es gar nicht um die Waffen geht, sondern dass sie nur benutzt wurden und Opfer einer großen Verschwörung sind. Aus dem Jäger wird ein Gejagter.
Legion: Gott versus Menschen in apokalyptischem Thriller
In dem apokalyptischen Thriller "Legion" von Regisseur Scott Charles Stewart ("Priest") geht es um nichts Geringeres als um das Überleben der menschlichen Rasse. Gott hat nämlich genug von seinen Geschöpfen und den Glauben an sie verloren. Deshalb sendet er seine Engel auf die Erde, um die Menschheit zu zerstören, und vor allem, um die Geburt eines neuen Messias zu vereiteln. Die einzige Hoffnung ruht auf einer Gruppe Menschen, die in einem Schnellrestaurant gefangen sind. Sie allein haben noch eine Chance, das Ende des menschlichen Lebens aufzuhalten. Dabei bekommen sie Unterstützung von Erzengel Michael. Der Actionthriller setzt nicht auf das Gute im Himmel und schafft es auch ohne Satan, dem mit biblischen Versatzstücken durchzogenen Film blutige Momente aufzusetzen.
Mensch Kotschie: Tragikkomödie über Mann in Midlife-Crisis8
Der stets bodenständige und gradlinige Jürgen Kotschie (Stefan Kurt, "Bis zum Ellenbogen") fällt kurz vor seinem Geburtstag in ein tiefes Loch. Sein 50. steht nämlich an und mit ihm eine Midlife Crisis, die sich gewaschen hat. Plötzlich stellt er alles infrage, selbst seine ehemalige Geliebte Carmen (Ulrike Krumbiegel, "Anonyma - Eine Frau in Berlin") erschreckt ihn im Schlaf. Kotschie hat alles, was er braucht: eine gute Arbeitsstelle, eine Familie und ein schönes Haus. Doch das scheint ihm plötzlich nicht mehr wichtig zu sein. Er macht sich auf eine aufregende Reise, und fragt sich, wie alles gekommen wäre, wenn er sich damals für Carmen entschieden hätte. In seiner humorvollen Tragikomödie gelingt es Regisseur Norbert Baumgarten ("Befreite Zone"), den Zuschauer mit der Hauptfigur mitfühlen zu lassen und dessen quälendes Gefühl der Unzulänglichkeit überzeugend darzustellen.
Tanzträume - Jugendliche tanzen Kontakthof von Pina Bausch"
Der Dokumentarfilm "Tanzträume" von Anne Linsel ("Pas de deux zwischen Indien und Europa: Pina Bausch") wurde zum Vermächtnis der Künstlerin Pina Bausch, die kurz nach Ende der Dreharbeiten im Alter von 68 Jahren starb. Mit der Kamera beobachtet Linsel, wie die weltberühmte Choreographin mit Jugendlichen das Stück "Kontakthof" einstudiert. "Nicht wie die Menschen sich bewegen, sondern was sie bewegt, interessiert mich", sagte Bausch einmal. Ziel des Projektes war, die besondere Ausstrahlung von Jugendlichen, eine Mischung aus Unsicherheit und Neugierde, darzustellen. In der Arbeit mit den jungen Menschen - es sind Jugendliche aus verschiedenen Schichten, Schulen und auch mit Migrationshintergrund - werden deren Selbstzweifel, Hemmungen und Ängste offenbar und überwunden.
Troubled Water Norwegisches Drama um Sühne und Vergebung
Jan Thomas (Pal Sverre Valheim Hagen, "Roswell Enterprises") wird nach acht Jahren aus dem Gefängnis entlassen, nachdem er als Jugendlicher für den Tod eines kleine Jungen verantwortlich gemacht wurde. Er versucht, sich ein neues Leben unter anderem Namen aufzubauen, und nimmt eine Stelle als Orgelspieler an. Doch er kann nicht so recht loslassen, und seine Schuldgefühle holen ihn immer wieder ein, auch wenn die Pastorin Anna (Trine Dyrholm, "In deinen Händen") und ihr kleiner Sohn ihm neuen Lebensmut zu geben versuchen. Alles kommt wieder hoch, als ihn die Mutter des toten Kindes zufällig wiedersieht. Erzählt aus zwei Perspektiven, einmal aus der des Täters und einmal aus der der Mutter, hat Regisseur Erik Poppe mit "Troubled Water" ein packendes Seelendrama geschaffen, das die Frage nach Sühne, Vergebung und auch Schuld aus unterschiedlichen Sichtweisen beleuchtet. Dabei verzichtet er ganz bewusst auf eine klare Wertung.
Waffenstillstand Deutscher Spielfilm über Krieg im Irak
Regisseur Lancelot von Naso hat den ersten deutschen Kinofilm zum Irakkrieg gedreht und beschreibt seinen Film "Waffenstillstand" selbst als eine Mischung aus Drama, Politthriller, Roadmovie und psychologischem Kammerspiel. Im Mittelpunkt stehen fünf Menschen, die sich in eine gefährliche Situation begeben, als sie während eines 24-stündigen Waffenstillstandes Hilfsmittel von Bagdad nach Falludscha transportieren wollen. Die Helfer Kim (Thekla Reuten, "Die Zwillinge") und Alain (Matthias Habich, "Kein Himmel über Afrika") werden von dem Kameramann Ralf (Hannes Jaenicke, "Ein Date fürs Leben"), dem Journalisten Oliver (Max von Pufendorf, "Buddenbrooks") und einem irakischen Fahrer begleitet. Dabei lassen sie sich auf ein Spiel gegen die Zeit ein.
Zahnfee auf Bewährung Fantasievolle Komödie
Hockeyspieler Derek Thompson (Dwayne Johnson, "Daddy ohne Plan") glaubt nicht an Fairplay beim Hockey. Nicht selten schlägt er so fest zu, dass ein Zahn des Gegners drauf geht. Derek glaubt auch nicht an Märchen oder Zauberei. Doch eines Tages wird er dazu verdonnert, eine Woche lang als "Zahnfee" Gutes zu tun, dabei hätte er deren Existenz nicht mal im Traum für möglich gehalten. Ausgestattet mit Flügeln und Zauberstab hat der sonst so hartgesottene Derek plötzlich ganz ungewohnte Aufgaben zu lösen. Und an denen findet er zunehmend Gefallen. Die witzige, ein bisschen alberne Komödie von Michael Lembeck ("Connie und Carla") über einen rüden Hockeyspieler, der plötzlich ganz andere Seiten an sich entdeckt, ist als Kinoerlebnis für die ganze Familie angelegt.
Aus der Vorwoche: Filmstarts am 11. März
Agora: Rachel Weisz rettet das Wissen der antiken Welt
Fall 39: Renée Zellweger geht ins Horrorgenre
Ausnahmesituation: Berührendes Drama mit Harrison Ford
Die Fremde wirbt um Verständnis für Migranten
Anvil: Heavy Metal-Freundschaft
Teufelskicker lösen Probleme auf dem Rasen
Jerry Cotton: Christan Tramitz in Nöten
Auftrag Rache: Mel Gibson in Action-Thriller
Ay lav yu - I Love You, der Film: Türkische Komödie








